Verblendung

Selbsttäuschung und Faszination

Mit diesem Artikel zum Thema Verblendung wollen wir vor allem auf ein derzeit in Deutschland und weltweit hoch aktuelles Thema aufmerksam machen.
Es wird viel im Netz und in der Öffentlichkeit über die Themen „Hasskommentare“, „Hetze“, „Verrohung der Sprache“, „Radikalisierung der deutschen Gesellschaft“ (nach rechts oder nach links), „Fremdenfeindlichkeit“ usw. diskutiert.
Diese zunehmende Tendenz weltweit ist erschreckend und ein ernsthafter Grund zur Sorge. 

Aber woher kommt das? Was ist die Ursache dafür?
Liegt da nicht eine Art Verblendung, Selbsttäuschung oder Faszination zugrunde? 

Denn durch Verblendung verlieren wir unseren gesunden Menschenverstand, werden moralisch blind. Unser Unterscheidungsvermögen ist wie ausgehebelt. Unser Sinn für Richtig und Falsch, für Werte und gute Manieren ist wie ausgehebelt. Wir überprüfen das was wir denken, sagen und tun nicht mehr.

Aufgrund tiefer persönlicher emotionaler Enttäuschung, Traumata aber auch aufgrund geistiger Beeinflussung werden Menschen von allen Gesellschaftsschichten, von allen Bildungsniveaus verblendet. Sie werden also in die Irre geführt. Sie glauben an die sogenannten „falschen Propheten“. Sie werden zu „blinden Blindenführern“. All das geschieht gepaart mit negativen Emotionen (Hass, Xenophobie usw.…). Das erleben wir heute vor allem in den politischen Situationen vieler Länder, wo populistische, extreme Parteien die Oberhand gewinnen. Das endet nicht selten in Massen-Diskriminierung, Repression, Gewalt und Krieg (siehe Vertreibung der Rohingya in Myanmar).

Wir wollen also in aller Bescheidenheit mit allen (Laien und Fachleuten) ins Gespräch kommen und Diskussionen darüber anregen.

Begriff Verblendung

Laut Duden bedeutet Verblendung im psychologischen Sinn “Unfähigkeit zu vernünftiger Überlegung, zu Einsicht”. Bezogen auf die eigene Persönlichkeit führt die Verblendung zu “Selbsttäuschung”.
Darüber hinaus finden wir allgemein dazu:

Die Begriffe Selbsttäuschung oder Selbstbetrug umfassen eine Vielfalt von Denkens- und Verhaltensweisen mit Bezug auf das Selbst und das Selbstbewusstsein. (…) In der Gegenwart ist Selbsttäuschung Forschungsgegenstand der Kognitionspsychologie und spezifische Muster der Selbsttäuschung in pathologischer Ausprägung existieren ebenso der Psychiatrie. Als alltägliches un- oder unterbewusstes Phänomen ist sie auch Gegenstand vieler literarischer Werke, die sich mit Authentizität, Verblendung und Selbsterkenntnis beschäftigen. (…)“

„Geblendet sein“ bedeutet “Zustand der [Täuschung durch] Bezauberung, Faszination”. Also werden wir durch eine anziehende, fesselnde Wirkung verblendet. Wir werden (neutral betrachtet) durch “bezaubernde Ausstrahlung, Anziehungskraft” fasziniert.“  

Verblendung: Einordnung und Deutung der Psychotherapie

Im ICD- Katalog für Verhaltens- und psychische Störungen wird „Verblendung“ unterschiedlichen Diagnosen zugeordnet. Zum Beispiel unter „ICD 10 – F60 Paranoide Persönlichkeitsstörung“, „F44.3 Trance- und Besessenheitszustände“ oder „ICD 10 F20-F29 Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen“, Depressionen mit Verblendungszuständen bzw. wahnhafte Symptomatik (ICD-10: F32.3), Wochenbettpsychosen (ICD-10: F53.1), auch ein Krankheitsbild mit Verblendungserscheinungen, usw.

Per se wollen wir natürlich keinesfalls den betroffenen verblendeten Menschen pauschal als psychisch krank bezeichnen. Dennoch ist das eine ernstzunehmende Störung seiner Persönlichkeit, wenn man eine solche radikale Haltung annimmt. Diese Verblendung führt somit zur Radikalisierung der Gedanken, der Worte und leider auch zu Taten gegen andere Menschen.

Extremismus (Radikalisierung)

Man kann hier schlussfolgern, dass Extremismus (Radikalisierung) eine Unterart der Verblendung ist.

Psychologisch betrachtet würde man die Ursachen in der eigenen kranken Psyche des Menschen suchen. Betrachtet man die zunehmenden radikalen politischen, religiösen Ideen und Meinungen, stellt man fest, dass immer mehr Menschen weltweit radikale, polarisierende, teils stark verblendete Positionen annehmen, (z.B. in Deutschland Anhänger der AFD, in Amerika Trump-Anhänger, in Brasilien Anhänger von Bolsonaro).

Um die Ursache zu erforschen, schrieb Prof. Dr. med. Mazda Adli aus der Charité dazu:

Eine autoritätsaffine paranoide Persönlichkeitsstruktur, vermindertes Selbstwertgefühl, Verbitterung, die Bereitschaft, sich einer „kollektiven Identität“ und der Ideologie eines charismatischen Führers anzuschließen sowie eine Neigung zur Polarisierung und zur Externalisierung mögen die Anfälligkeit des Einzelnen für ein derartiges psychologisches Klima erleichtern. Das Gefühl mangelnder Zugehörigkeit einerseits sowie das Unvermögen, selbst etwas gegen dieses Gefühl unternehmen zu können, sind dabei Wegbereiter einer extremistischen Identitätsbildung.

Verblendung nach Allan Kardec

Aus spiritistischer Sicht (nach Allan Kardec) werden die Ursachen von schwerer Radikalisierung (Verblendung) dennoch ungenügend (lückenhaft oder unvollständig) definiert und behandelt, weil sie die spirituellen Aspekte des menschlichen Wesens nicht berücksichtigen.

Vor allem im Bereich angewandter Therapien sehen viele aufgeschlossene (spirituelle) Ärzte hier Verbesserungspotenzial. Die Therapien der schulmedizinischen Behandlungsmethoden konzentrieren sich immer noch zu häufig auf die Symptome (z.B. Gewaltbereitschaft) physischer Art (rein neurologische Ursachen) und nicht auf die ganzheitliche Ursache der Pathologien. Sie bleiben somit oberflächlich. In der Theorie spielen dabei heute der Glaube oder die Religiosität eine immer wichtigere Rolle in der Psychotherapie und Verhaltenstherapie (z.B. Prof. Dr. Michael Utz, Leiter des Referats „Religiosität und Seelsorge“).

Noch zu häufig ist zu beobachten, dass sobald der Betroffene (z.B. gewaltbereite, radikale Mensch) die Behandlung beendet oder die Medikamente (Neuroleptika) absetzt, die Symptome wiedererscheinen. Der Betroffene bekommt manchmal nicht genügend Zeit und Gelegenheit, neue Verhaltensweisen zu erlernen und auszuüben. Dann bleiben wieder zu oft nur die medikamentöse Psychopharmakotherapie die einzige Maßnahme.

(Siehe auch Artikel von Helmar Kurz in Curare; Journal Psychologischer Studien; Forschungen Dr. Julio Peres; Transpersonale Psychologie und Psychotherapie; Vorträge vom Kongress Psychomedizin von Dr. med. Wolf Müller zu “Antidepressiva”; Artikel Dr. Powell „Furthering the spiritual dimension of psychiatry in the United Kingdom“).

Nach Kardec (siehe Buch der Geister und Buch der Medien) besteht der Mensch aus
– Körper
– Geist und
– Perisprit
(als das feinstoffliche Bindeglied zwischen beiden.

Der Geist (oder Seele) überlebt den Tod. (siehe dazu Artikel Sterbeprozess und Perisprit)

Also sollte jede Therapie und Ursachenforschung die drei Eigenschaften des Menschen „Körper“, „Geist/Seele“ und „Perisprit“ ganzheitlich berücksichtigen.

In Bezug auf unseren Geist ist eine (zumindest in Europa) zu wenig beachtete mögliche Ursache für schwere Verblendung der geistige Fremdeinfluss, auch Besessenheit genannt (siehe auch ICD F44.3 Trance- und Besessenheitszustände).

Für den deutschsprachigen Leser mag das sehr befremdlich sein.

Häufig erkennt man die Anzeichen dafür in plötzlichen, extremen Meinungsänderungen bzw. Radikalisierungen, gefolgt von Hass zu sich selbst und zu seinen Mitmenschen.

Laut Allan Kardec (Buch der Medien Kap. XXIII, Evangelium Kap. XXVIII – V, Genesis XIV- 45) gibt es drei Arten von geistigem Fremdeinfluss (Besessenheit):

  1. Leichte, einfache Umsessenheit. Diese erleben wir immer wieder im negativen Sinne. Der Einfluss ist meistens nicht mehr als „negative Einflüsterungen“ und er ist nur vorübergehend.
  1. Unterjochung (Subjugation oder Possession): Hierbei wird der Betroffene komplett von einem fremden Geist kontrolliert und gesteuert (sogar körperlich). Es gibt hierzu auch die Unterart „Vampirismus“. Beim Vampirismus „entzieht“ der Besetzer-Geist dem Betroffenen Lebensfluidum und „nährt sich“ von dem Fluidum (Magnetismus) des Menschen. Letzteres geschieht häufig bei Suchtfällen (Alkohol, Drogen etc…).
  1. Die dritte Kategorie ist die Verblendung oder Faszination. Laut Kardec hat „die Faszination viel ernstere Konsequenzen“ als die anderen Kategorien. Sie ist „unendlich rebellischer als die schlimmste Unterjochung“, denn der verblendete (auch medial veranlagte) Mensch nimmt in dieser Lage sehr schwer Ratschläge an. Kritik irritiert ihn. Der verblendete Mensch lebt in einer Parallelrealität (z.B. Schizophrenie, dissoziative Zustände).

Bei der dritten Art von Besessenheit „Verblendung oder Faszination“ lenkt der Besetzer-Geist die Gedanken des Besetzten. Der Besetzte glaubt somit nur an das, was dem Besetzer-Geist angenehm ist. Das rationale Denken des verblendeten Menschen (also des Besetzten) ist so gesehen „außer Kraft gesetzt“. Also glaubt er nicht, dass er unter Verblendung leidet. Kardec schreibt dazu:
Es gibt keinen schlimmeren Blinden als den, der nicht sehen will“.

Grundsätzlich kann der Mensch vom Materialismus (Geld), Sex, Macht, usw. verblendet sein. Hierbei handelt es sich aber um weit mehr als nur einen „durch Geld verblendeten Menschen“ o.ä. In diesen Fällen haben sich die Ideen und Überzeugungen des verblendeten Besetzten und des Besetzer-Geistes bewusst oder unbewusst vermengt. Viele eingegebenen Ideen wirken sogar wie eingepflanzt, so dass der Mensch sie nicht mehr bewusst wahrnimmt. Er weiß nicht mehr Richtig von Falsch zu unterscheiden.

Verblendungen können jeden Menschen treffen. Keiner ist davor gefeit und jeder ist auf geistiger Ebene mehr oder weniger beeinflussbar, sowohl für das Positive als auch für das Negative.

Ein häufiger Irrtum von uns ist zu sagen: „Nein. Ich bin keinesfalls beeinflussbar“.

Die Folgen von Verblendungen können sich dann in Form von physischen sowie psychischen Beschwerden manifestieren, wie zum Beispiel mentalen Störungen, Suchterkrankungen, Störungen der Sexualität, Depressionen, usw.

Behandlung und Heilung von Besessenheit

Insbesondere bei Fällen von mittlerer bis schwerer Besessenheit (der 2ten oder 3ten Art) empfehlen wir den Betroffenen auch die fachärztliche Behandlung (Psychologen oder Psychiater) dringend aufzusuchen.

In dringenden, akuten Fällen kann (muss) die medikamentöse Behandlung mit Neuroleptika usw. zur Reduktion von Leiden eingesetzt werden.

Es besteht allerdings die Möglichkeit, die Behandlung auch nach ICD F44.3 Trance- und Besessenheitszustände auszurichten.

Leider zeigt die Erfahrung, dass viele Psychiater (Therapeuten) immer noch auch nach der Krisenintervention, die zunächst medikamentös erfolgt, weiter ausschließlich mit Psychopharmaka behandeln und den geistigen Einfluss nicht mit in Betracht ziehen, so dass die Betroffenen die Medikamente teilweise ein Leben lang einnehmen müssen.  

Laut Dr. med. Wolf Müller und Dr. Phil. H.C. Peter Lehmann soll jedes Behandlungskonzept auch Körper und Seele mit humanistischen ganzheitlichen Ansätzen berücksichtigen. Wenn möglich, also auch ohne Medikamente. Die Herausforderung für jeden Therapeuten (Arzt) ist, für jeden Patienten ein individuelles Therapie-Konzept zu entwickeln, bei dem die verfügbaren Werkzeuge optimal eingesetzt werden. Meistens fehlt es in den Therapien an Zeit, Geld und an Aufklärung sowohl beim Arzt als auch bei den Patienten (siehe auch Kongress für Psychomedizin).

Das Gegenteil von Verblendung ist, ein gutes Unterscheidungsvermögen zu haben, die klare unverblümte Sicht auf die Dinge, die Authentizität nach dem Satz „Erkenne dich selbst!“.

Bei jeder Art von Besessenheit liegt die Hauptursache des Leidens in den schlechten moralischen Angewohnheiten, die ich jetzt habe. Hinzu kommen moralische Schulden aus vergangenen Leben mit den damaligen Mitmenschen, die heute gegebenenfalls als Geist den Betroffenen deshalb schaden wollen.

Stolz, Eitelkeit, Arroganz und Egoismus, fehlender Glaube, fehlende Angewohnheit zu beten usw. sind meistens die Gründe dafür, dass wir uns negativ beeinflussen lassen. Denn ohne diese Schutzmaßnahmen sind wir der Beeinflussung schutzlos ausgeliefert.

Im Zusammenhang mit unseren medialen Fähigkeiten lassen wir die Tore (die Kanäle) für die geistige Beeinflussung weit offen. Nicht selten ohne dass uns das bewusst ist. Dagegen hilft unter anderem eine fundierte Ausbildung der eigenen Medialität und die tagtägliche Umsetzung des Erlernten in der Praxis. Kurse dafür bietet z.B. der Verein Weg der Nächstenliebe an.

Speziell in Fällen von Verblendung sollten Therapeuten, Freunde und auch Familienmitglieder (mit der nötigen professionellen und moralischen Autorität) immer wieder versuchen, den verblendeten Menschen zu überzeugen und auf ihn einzureden, er möge seine festen (verblendeten) Meinungen überdenken und sich helfen lassen usw..

Darüber hinaus empfiehlt die spiritistische Literatur, dass die Betroffenen vor allem Folgendes tun können:

  • Erkennen, dass das ein Problem für mich und meine Mitmenschen ist. Anzeichen: Ich isoliere mich, habe immer weniger Freunde und Kontakte zu Menschen, werde weniger zu Treffen eingeladen, verkehre mit Menschen, die ich früher nicht ausstehen konnte, habe Depression usw.;
  • Meditation und Visualisierung üben (siehe Artikel Anleitung zur Lichtarbeit für zu Hause);
  • Durch Gebete die Syntonie mit Gott und den guten Geistern suchen;
  • innere Reform praktizieren und sich selbst kennen;
  • aufbauende Literatur lesen, genauso wie die Ausübung von Liebe und Nächstenliebe. Dadurch erhöht man seine positive Schwingung und ist man weniger angreifbar für niedere, negative Schwingungen und Gedanken.

Ein spiritistisches Zentrum (wie der „Weg der Nächstenliebe“ in München) kann zu diesem Zweck das „Evangelium zu Hause“ und das „persönliches Gespräch“ anbieten. Darüber hinaus sind Handauflegung, magnetisiertes bzw. fluidal angereichertes Wasser, öffentliche Studien und nicht zuletzt mediumistische Sitzungen für Aufklärungsgespräche mit den Besetzern hierfür sehr hilfreich.

In all diesen schwierigen Fällen empfehlen wir parallel die konventionelle, professionelle, therapeutische, medizinische Hilfe durch Psychotherapeuten und Heiltherapeuten.

Das Gebiet des Geistigen und des geistigen Einflusses ist allerdings nur sehr begrenzt Gegenstand der konventionellen Therapie. Gute Ansätze aus unserer Sicht findet man in der “transpersonalen Psychotherapie“.

Gewiss ist es genau das, was der „Besetzer-Geist“ (übt Einfluss auf den Besetzten) am meisten fürchtet: Menschen, die klar sehen und die Situation gut überblicken können. Deshalb versucht der Besetzer-Geist den verblendeten Menschen dazu zu bringen, sich von den Menschen zu entfernen, die ihm seine Augen öffnen können. Somit führen viele Versuche zu helfen dazu, dass der Verblendete sich mehr und mehr isoliert.

Es gibt viele seriöse spiritistischen Gruppen (siehe deutsche Spiritistische Vereinigung), die mit sehr erfahrenen Mitarbeitern und Medien hierfür Hilfe leisten können.

Wir Helfer machen auch bei schweren Verblendungsfällen häufig die Erfahrung, dass wir nach vielen Gesprächsversuchen keine Einsicht bei den Betroffenen erreichen (sie verweigern Gespräche, Therapie oder die Änderung ihrer Ansichten und Gewohnheiten usw.). Die Verblendeten verlassen ihre Illusionen nicht.

Bei Kardec heißt es dazu: „Niemand kann einen kranken Menschen heilen, der beharrt, sein Böses zu bewahren und auch das gutheißt.“

Dennoch gebietet uns die Nächstenliebe nicht aufzugeben, sondern immer wieder liebevolle Aufklärungsarbeit zu leisten. Somit ist die Vorbeugung (Prävention) der Verblendung hier das beste Mittel.

In dem Artikel „Spirituelle Ursachen für Krankheiten“ haben wir bereits ein paar Ansätze für jede*n Betroffene*n zusammengefasst:

  1. Finde dein einzigartiges, authentisches Selbst: Lebe nicht eine Rolle oder ein Leben, dass dir von anderen diktiert wird.
  2. Ändere deine Bedürfnisse: Die Unglücke dieser Welt resultieren aus künstlichen Bedürfnissen, die wir selbst kreieren. Die Reichsten, sind diejenigen, die weniger Bedürfnisse haben.
  3. Trainiere deinen Glauben: Glaube ist der Ausgangspunkt der Hoffnung und Nächstenliebe! Der Glaube, diese göttliche Inspiration, die alle edlen Instinkte erweckt und den Menschen zum Guten führt, ist die Basis der Erneuerung.
  4. Werde unverwundbar: Nächstenliebe, Milde und Vergebung machen uns unverwundbar gegenüber psychisch-seelischen Angriffen und Niederträchtigkeit.

(…)

  • Der Suchende begreift sich als spirituelles Wesen und übernimmt Verantwortung für seine Handlungen.
  • Wahre Heilung ist nur durch „innere Reform“ möglich. Der Weg erfolgt immer durch die Nächstenliebe.
  • Es beinhaltet auch das Akzeptieren von Umständen, die wir nicht ändern können.

Wir empfehlen den Artikel: Die innere Reform

Arbeit mit den Besetzern

Der wichtigste Ansatz der spiritistischen Lehre in diesen schweren Fällen ist, mit den Geistern (Besetzern) zu reden und sie davon zu überzeugen, die Beeinflussungen zu beenden. Dazu gibt es geschlossene mediumistische Arbeitsgruppen in spiritistischen Zentren. In vielen Fällen führt das Gespräch zum Erfolg. Denn häufig kommt der Besetzer zur Einsicht, dass der Kreislauf von Hass und Leid ihm selbst schadet und ihn nicht weiterbringt.

Wir stellen in unserer Arbeit häufig fest, dass diese Arbeit auf diesen drei Ebenen sehr häufig zum Erfolg führt:

  1. Mit dem betroffenen Menschen (Besetzten)
  2. Mit dem Besetzer (geistige Einfluss)
  3. Gemeinsam mit Ärzten und Therapeuten

In Brasilien kennen wir mehrere psychiatrischen Kliniken, die diese Arbeit in dieser Form seit Jahren erfolgreich im Sinne der betroffenen Patienten durchführen. Hier wird die spirituelle Praxis neben medizinischer, psychologischer Wissenschaft angewandt und zur Heilung und Genesung der Patienten Hand in Hand umgesetzt. 

Liebe und Achtung zueinander

Kommen wir noch einmal zurück auf die Ursache und Ursprünge von Verblendung und überlegen uns ernsthaft „Wo fängt das eigentlich an?

Überlegen wir uns mal: „Wie kommt das was ich sage bei dem anderen Menschen an?“ (Sender – Empfänger-Modell)
„Verletzte ich die Gefühle, die Werte oder die Würde der anderen Person?“
„Ist das respektvoll und maßvoll was ich sage?“

„Möchte ich selbst so behandelt werden?“

Achtung und Respekt füreinander fängt damit an.

Die Steigerung dazu ist zueinander liebevoll zu sein. Denn wir wollen auch Liebe empfangen, geliebt werden im allgemeinen Sinne. Schon die transpersonale, menschenzentrierte Psychologie forscht diesen positiven zwischenmenschlichen Einfluss auf unsere Gesundheit und macht erstaunlich gute Erfahrung damit!

Eine positive, liebevolle Haltung bringt nicht nur Harmonie für mich und für meinen Mitmenschen, sondern auch Frieden, Heilung und Gesundheit.

Weitere Literatur, Links und Quellennachweis

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