Die Spiritistische Wissenschaft – Teil II – Seite 4

Materie, Bewusstsein und Auswahl von Möglichkeiten

„Wir haben in der Schule leider gelernt, dass alles stofflich sei.

Ich war ein Materialist und wie die meisten Physiker fragte ich nicht nach den wahren, grundlegenden Fragen der Wirklichkeit des Universums.

Materialistische Wissenschaft (so wie bei der Mehrheit der Wissenschaftler) denkt, die Wahrheit finge mit den Elementarteilchen (oder Atomen) an. Dann bilden sie z.B. Molekülen, Zellen, das Gehirn bzw. bilden Planeten usw.
Dies nennt man eine „aufsteigende Kausalität“.

aufsteigende Kausalität“ = grobstofflicher / materialistischer Ansatz

„Neurophysiologen stimulieren das Gehirn und versuchen eine feinstoffliche Erfahrung (Gefühl usw.) zu verursachen. Darauf hin und aus anderen Beispielen denken viele, dass die materielle Welt die feinstoffliche Welt bestimmt oder gar verursacht und auf diese Einfluss nimmt.

Das ist eine reduktionistische Auslegung, die innere Phänomene nicht erklärt. Sie reduziert diese Phänomene auf die Moleküle und Atome.

Wir postulieren, dass das menschliche Gehirn ein lebenswichtiges Organ sei. Es wählt aus Möglichkeiten aus, damit sie also in Tatsächlichkeiten umgewandelt werden können. Aber der Beobachter selber (also das Gehirn) ist auch EINE Möglichkeit. (…)

Das scheint eine logische Folge und ein Kreislauf zu sein. Man nennt das „tangled hierarchy“, also verschränkte (verwickelte) Hierarchie. (auch „Selbstreferenzialität“, „Strange loop“)

In dem Fall, immer wenn das Bewusstsein hinschaut, stürzen sie ein (kollabieren sie) und werden zu Objekten der bewussten Erfahrung. (…)

Das geschieht nicht nur mit stofflichen Objekten, sondern auch mit Gedanken („Schrödingers Katze“). Sinn breitet sich aus wie Wellen (siehe auch Gedankenübertragung, Theorie der Synchronizität, transpersonale Psychologie).

1- Paradoxen, Fragen und Dualismus hier
• Bewusstsein aus Gehirn (Materie) ist konditioniert und wäre nur eine weitere Möglichkeit, also es gibt an sich keine „bewusste“ Entscheidung?
• Wie erklären sich innere Phänomene der Psyche, des Gefühls?
• Warum haben dann eineiige Zwillinge (genetisch gesehen Klone und besitzen die gleiche DNA) unterschiedliche Charaktere, denken und entscheiden anders?
• …
Lösung zu 1- Paradoxen, Fragen und Dualismus
• Zuerst müssen wir uns von der Idee verabschieden, dass das Bewusstsein etwas Stoffliches sein kann.
• Bewusstsein ist kein Phänomen des Gehirns.
• Vielmehr ist unser Gehirn ähnlich wie eine hochkomplexe Antenne und Steuerungsempfänger. Wer steuert, kontrolliert und beeinflusst ist unser Geist, also unser ICH-Individuum oder Ich-Bewusstsein.
Bewusstsein ist die Ursache allen Seins, nicht die Materie. Und Materie besteht aus Möglichkeiten des Bewusstseins. Mit anderen Worten: Das Bewusstsein ist nicht aus dem Gehirn entstanden, sondern das Gehirn ist aus dem Bewusstsein entstanden. Dann ist das paradoxfrei.
• So erkennen wir, dass eine bewusste Entscheidung nicht länger eine dualistische Handlung von Bewusstsein und Materie ist.
• Bewusstsein ist also nichtörtlich, hat keine Grenzen der groben Materie.
„Ob wir eine (negative oder positive) Situation uns gedanklich (mittels Bewusstsein) vorstellen oder diese tatsächlich erleben ist für unser Gehirn absolut identisch. Dieses kann nicht selbst entscheiden was richtig und was falsch ist, was real oder irreal ist.“ Dr. Joe Dispenza
• Diese „Neuroplastizität“ des Gehirns wird in der Neuro-Rehabilitation angewandt.
• Also es bedarf einer Änderung des materialistischen Weltbildes!

absteigende Kausalität“ = feinstofflicher Ansatz

Aus Sicht der Spiritistischen Lehre
Sie stimmt dem vollkommen zu!
Denn mein Bewusstsein ist Bestandteil meines individuellen Geistes und die Beschaffenheit meines Perisprits, je nach meinem Entwicklungszustand. Je weiter entwickelter ich bin, desto mehr Bewusstsein meiner Selbst würde ich haben.
Wie in der Bibel „am Anfang war das Wort“ erzeugen wir aus dem bewussten Geist unsere Realität (Ideoplastie). Der Geist wirkt sich über den Perisprit auf den Körper(Materie) aus.
Siehe Kardec, BdG 257, 609 und BdM Cap II, Abs. 7

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