Mediumistisches Glossar (rund um das Thema „Medialität“)

Ageneres – (aus dem Griechischen – a privativ und generes – géiné, géinomai, zu erzeugen; generiert.) – Eine außergewöhnliche Art der greifbaren Erscheinung; Zustand bestimmter Geister, in dem sie vorübergehend die menschliche Erscheinung annehmen, bis zur vollständigen Sichtbarkeit. (Beispiel: Erscheinung von Jesus nach der Kreuzigung).

Animismus – „alle intellektuellen und physikalischen (paranormalen) Phänomene, welche auf eine außerkörperliche oder Fern-Wirkung des menschlichen Organismus zurückzuführen sind. Das gilt besonders für alle (nicht wissenschaftlich erklärbaren) Phänomene, welche sich durch eine Wirkungskraft des lebenden Menschen außerhalb der Grenzen seines Körpers erklären lassen.“ Das sind die Themengebiete der Parapsychologie.

Besessenheit – ist die negative Beeinflussung der niederen Geister auf die Menschen, gegen ihren freien Willen etwas zu denken, zu sagen oder sogar zu tun. Die Besessenheit kann einfach und leicht mit z.B. Einflüsterungen anfangen und bis zur vollständigen Kontrolle des Besetzten führen.

Erratizität – Die Erratizität ist die Zeit des Geistes zwischen den Inkarnationen in der geistigen Welt.  Der Zustand außerhalb der Zeit ihrer körperlichen Existenz.

Fluidale Kette – Die Fluidale Kette wird während der mediumistischen Arbeit zwecks der harmonischen Schwingung zwischen den Teilnehmern und zum Schutz vor störenden Schwingungen erzeugt.

Fluidum (fluidal, Plural Fluida) – das Fluidum ist der Vermittler und der Träger der feinstofflichen Materie und darüber hinaus. Es wirkt auf die Materie. Mit unseren Gedanken können wir das universelle Fluidum manipulieren und dessen Eigenschaften ändern. (z.B. in der Handauflegung)

Geist – Der Geist ist der Sitz meiner Individualität. Mein Geist entwickelt sich, ist unsterblich und ewig.

Geister – Geister sind nichts anderes als die verstorbenen Menschen. Sie bevölkern die (für die Meisten von uns) unsichtbare feinstoffliche Welt. Sie sind keine besonderen Wesen, die aus einer besonderen Schöpfung geboren sind. Sie sind die Seelen derer, die auf der Erde gelebt haben und jetzt in einer anderen feinstofflichen Welt (geistigen Welt) leben, also die körperliche materielle Hülle verlassen haben.

Geistige Entfaltung – die geistige Entfaltung geschieht während des Schlafes. Bei dem Tiefschlaf löst sich der Geist vom Körper des Menschen und wandert temporär in der geistigen Welt.

Geistige Kanäle – die geistigen Kanäle sind das sogenannte dritte Auge, der sechste Sinn. Dadurch spüren wir die feinstoffliche Welt, also die Welt der Geister. Hier spielt die Zierbeldrüse eine besondere Rolle.

Handauflegung – Fluidumtherapie in dem ein Handaufleger gute, heilende Fluida auf einen Hilfesuchenden zwecks Harmonisierung des Perisprits überträgt.

Kundgabe – Ist die Mitteilung der Geister durch ein Medium. Das kann durch die Sprache, die Schrift oder auch durch eine Zeichnung geschehen.

Materie – Materie ist alles was messbar ist. Sie teilt sich in feinstofflicher Materie und in grobstofflicher Materie auf.

Medialität – Die Medialität wird als mediumistische Fähigkeit bezeichnet. Sie befähigt ein Medium eine Verbindung mit der geistigen Welt aufzunehmen. Die Medialität bezeichnet die Fähigkeit der Kommunikation mit der geistigen Welt. Sie ist unabhängig von der Güte oder von der moralischen Entwicklung des Mediums.

Medium – (Von Latein – Medium, Medium, Intermediate.) Wer den Einfluss der geistigen Welt spürt ist ein Medium. Das beginnt bereits mit der Intuition oder Inspiration. Für die mediumistische Arbeit ist ein Medium, wer die Anwesenheit der Geister deutlich spürt, diese deutet oder eine Kommunikation (Kundgabe) zum Beispiel mittels Reden oder Schreiben erhält.

Mediumistische Konzentration – die mediumistische Konzentration ist die Vorstufe zur Trance.

Mediumistische Sitzung – Ist die Sitzung zwecks Kommunikation mit den Geistern. Diese soll ausschließlich unter sehr ernsthaften, moralischen und christlichen Absichten geschehen. Ziel der Sitzung ist es die Nächstenliebe auszuüben, indem man geistig -spirituelle Hilfe leistet.      

Mediummat (oder Mediumat)Mediummat ist bei bestimmten Medien die Mission der Ausübung der Mediumschaft auf der Erde (z.B. in Brasilien das Medium Chico Xavier). In der Regel werden durch das Medium herausragende Werke diktiert.

Mediumschaft (mediumistisch) Die Mediumschaft ist die nach den Grundsätzen der spiritistischen Lehre korrekte Ausübung meiner Medialität (oder der mediumistischen Fähigkeit). Die Mediumschaft wird mit zutiefst ernsthaften moralischen Werten erreicht. Die Praxis der Mediumschaft wird ausschließlich als Dienst der Nächstenliebe ausgeübt.

Perispirit – Halbmaterielle Hülle des Geistes. Der Perisprit ist der feinstoffliche Körper, der meinen Geist umhüllt. Bei den Menschen ist der Perisprit das feinstoffliche Verbindungsglied zwischen dem Körper und dem Geist. Bei den inkarnierten Menschen dient er als Vermittler zwischen Geist und Materie. Bei den Geistern ist er der feinstoffliche Körper.

Pneumatographie – (aus dem Griechischen pneuma: Luft, Atem, Wind, Geist und graphô:schreibe.) – Direktes Schreiben der Geister ohne die Hilfe eines Mediums.

Pneumatophonie – (aus dem Griechischen pneuma und phoné: Ton oder stimme) Hörbare Kommunikation der Geister ohne Mithilfe der menschlichen Stimme.

Psychographie – das Schreiben von Kundgaben eines Geistes durch die Hand eines Mediums.

Psychophonie – Kommunikation (Kundgabe) der Geister durch die Stimme des sprechenden Mediums.

Reinkarnation – (Wiedergeburt) Rückkehr des Geistes in das körperliche Leben.

Schwingung – in der Spiritistischen Lehre verstehen wir unter Schwingungen, ähnlich wie die moderne Quantenphysik, die „feinstoffliche“ Frequenz, die ich ausstrahle bzw. die in einem Raum herrscht. Mein Körper und mein Perisprit strahlen konstant Schwingungen also fluidale Wellen aus.

Seele – die Seele ist der göttliche Funke, unser göttliches Prinzip. Im Buch der Geister wird der inkarnierte Geist im Menschen “Seele“ genannt.

Sematologie (aus dem Griechischen sema: signal und logos: reden) – bezeichnet parapsychologisch die Zeichensprache der geistigen Welt zu uns, indem sich Geister durch Bewegung von Gegenständen mitteilen.

Somnambulismus – Der Somnambulismus ist das Phänomen bei dem der Geist eines inkarnierten Menschen vollständig in der geistigen Welt wandert, zum Beispiel während der mediumistischen Arbeit.

Spiritist – Spiritist bezeichnet man jemanden, der an die Grundsätze der Spiritistischen Lehre nach Allan Kardec glaubt und danach lebt.

Spiritistische Lehre (auch Spiritismus) – Fundament der spiritistischen Lehre sind die fünf Grundwerke von Allan Kardec („Das Buch der Geister“, „Buch der Medien“, „Evangelium im Lichte des Spiritismus“, „Himmel und Hölle“ und „Die Genesis“) Die Lehre der Geister oder auch die Lehre des Geistes.  Diese Lehre basiert auf den Glauben an die Existenz einer geistigen Welt und an ihre Manifestationen sowie auf den Glauben an die Existenz der geistigen und immateriellen Seele. Sie ist das Gegenteil vom Materialismus.

Spiritualismus (Philosophie) – Die philosophische Richtung des Spiritualismus nimmt unterschiedliche Positionen an, so z. B. dass die Wirklichkeit geistig bestimmt ist, dass das Körperliche eine Erscheinungsweise des Geistes darstellt, also als ein Produkt des Geistes anzusehen ist, ja sogar durch Geistiges verursacht ist. Und dass die Außenwelt nur in der Wahrnehmung vorhanden ist oder nur als Vorstellung oder gar nicht existiert.

Spiritualismus (Theologie) – In der christlichen Theologiegeschichte bezeichnet Spiritualismus eine Haltung, die von der Annahme der Gegenwart des göttlichen Heiligen Geistes (lat. spiritus sanctus) im menschlichen Körper bzw. in der Natur ausgeht. Er hält daher in Glaubensangelegenheiten alles Äußerliche für unwesentlich oder lehnt diese sogar ganz ab. Spiritualismus im Kern lehnt die Kirche als Institution ab und braucht weder Sakramente noch Dogmen. Das Geistige ist maßgeblich.

Spiritualist – wer glaubt, dass wir nicht nur aus Körper (Zellen usw.)  bestehen, sondern auch aus einer Seele und dass diese Seele weiterlebt. Viele Spiritualisten glauben an die Transzendenz des Geistes. Also dass der Geist Erfahrungen auch außerhalb des Körpers macht. Andere glauben ferner an die Reinkarnation etc. Spiritist zu sein impliziert auch ein Spiritualist zu sein.

Trance – Trance ist die kontrollierte bewusste Befreiung (Loslösung) des Geistes vom Körper. Der Mensch kann dadurch einen höheren Bewusstseinszustand erreichen. Die mediumistische Trance ist die bewusste Trance zwecks Kommunikation mit den Geistern.

Tiptologie – (aus dem Griechischen tipto: ich schlage: und logos: reden)-ursprüngliche rudimentäre Art der Kommunikation der Geister durch Schläge. Wird als das parapsychologische Phänomen bezeichnet, in dem ein Geist seine Anwesenheit durch eine rudimentäre Kommunikation an einem Ort mittels Schläge oder Geräusche verschiedener Natur mitteilt.

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