Christentum (Urchristentum)

Das Urchristentum

Der wahre Christ sieht in allen Mitmenschen seine Geschwister und er fragt nicht nach dem Glauben oder der Meinung eines Bedürftigen, wenn er ihm helfen will. Die Apostel unterschieden nicht zwischen Juden und Nichtjuden. Sie predigten, dass vor Gott alle gleich sind und alle gerufen sind, die Frohe Botschaft und Gottes Segen zu empfangen. Das prägte den urchristlichen Gedanken, dem in kürzester Zeit im Mittelmeerraum viele Menschen folgten.

Die Nächstenliebe ist das höchste Gebot Christi, denn „tut nicht einem anderen, was ihr nicht wollt, dass man euch tut…“.

Neben den allgemeinen Taten von Jesus, den Wundern und Prophezeiungen, die in den Evangelien festgehalten sind, ist es die moralische Lehre allein, die den Boden für alle Glaubensrichtungen bereitet. Diese moralische Lehre ist niemals Gegenstand von religiösen Auseinandersetzungen gewesen, die immer und überall durch menschliche Dogmen hervorgerufen wurden. Sie ist eine Verhaltensregel, die alle Umstände des privaten und öffentlichen Lebens umfasst und die heute in der spiritistischen Lehre ihre Verbreitung findet.

Die christliche Kirche und andere Glaubensgemeinschaften

Alle Religionen, nicht nur die christliche Kirche, haben den Menschen mal besser, mal schlechter begleitet, gestützt und beigestanden. Die im Laufe der Jahrhunderte zunehmende Größe der religiösen Institutionen und ihre hierarchischen Strukturen bargen jedoch Gefahren. Mit der Zeit wurde so leider der Urgedanke wegen des menschlichen Hangs zu Macht und Gier verfälscht und missbraucht. Durch diese Verfälschungen entstanden in der wissenschaftlichen, kulturellen und geistigen Entwicklung der Menschheit Fragen, die ohne Antwort geblieben sind und davon ist keine Religion ausgenommen.

Nächstenliebe

Die Nächstenliebe allein kann das persönliche Glück und das der gesamten Menschheit fördern. Behandle den Nächsten so, wie du behandelt werden willst, und zwar nicht nur materiell, sondern von Herzen. Jesus sprach: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt. Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich. Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst.“ Denn alles, was man gegen den Nächsten tut, tut man genauso gegen Gott. Man kann nicht Gott lieben, wenn man keine Nächstenliebe praktiziert. Deshalb sind die Pflichten des Menschen in dieser Maxime enthalten: Außerhalb der Nächstenliebe kein Heil. Nächstenliebe beinhaltet alle anderen Gebote und moralischen Tugenden, welche den Menschen zur Vervollkommnung führen können und führt zum Ablegen von Hass, Neid, Rache, Eifersucht, Verleumdung, Hochmut, Stolz und vom übertriebenen Hang zu den materiellen Gütern dieser Welt.

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